Motu Proprio: Summorum Pontificum


Zusatzinfo

Was der Papst will:

es folgt ein ZitatLassen sie mich das ganz klar sagen: Der Heilige Vater will, daß die überlieferte Form der Messe regulärer Bestandteil des liturgischen Lebens der Kirche wird, damit alle Gläubigen – die jungen wie die alten – sich mit den alten Riten vertraut machen und von ihrer spürbaren Schönheit und Transzendenz profitieren können. Der Heilige Vater will das sowohl aus pastoralen als auch aus theologischen Gründen."

Dario Kardinal Hoyos,
14. 6. 2008, in London
Quelle

Material und Information:

Termine, Informationen, Gratisschriften und vieles mehr rund um die „Missa Tridentina“ bei
jit www.introibo.net

Hier wird der alte Ritus praktiziert:


Meistgelesen auf dieser Website:

Buchtipps: Hl. Messe nach dem älteren Gebrauch für Anfänger.

Mißverständnisse und Fehldarstellungen – diesmal aus den Ordinariaten

Auf unserer Bücherseite: Neuere Literatur zur Liturgiereform

Ist die alte Messe judenfeindlich? Zur Antisemitismus-Diskussion

Archiv: Juli 2008

Aktuelles:

Erzbischof Burke bei der Altarweihe

Weihe der Kirche U.L.F. von Guadaloupe

31. 7. 2008

In einer außerordentlich würdigen Zeremonie wurde heute bei LaCrosse in Anwesenheit zahlreicher Bischöfe und dreier Kardinäle die neue Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau von Guadaloupe eingeweiht. Als einzige Gäste besonders hervorgehoben wurden Fr. Benedict Groeschel, der Gründer der Franciscan Friars of the Renewal, die die Seelsorge an der Wallfahrtskirche übernehmen werden, und der Architekt Duncan Stroik.

Die Kommentatoren von EWTN waren regelrecht aus dem Häuschen vor Begeisterung über den großartigen Bau. Erzbischof Burke, der in wenigen Tagen sein neues Amt in Rom antreten wird, war sichtlich bewegt. Die Altarreliquien wurden in klassicher Schreinprozession herangebracht und in der Mensa versenkt. Unmittelbar nach der Weihe wurde der Altar im "Benediktinischen Arrangement" mit 6 mittelhohen Kerzen und einem zentralen Kreuz ausgestattet.

Zur musikalischen Gestaltung wurden traditionelle und moderne Stücke vorgetragen. Es wurde der römische Kanon in Englisch gebetet, Sanctus und Pater Noster wurden vom Chor und der Gemeinde lateinisch gesungen. Viele Kommunikanten praktizierten die Mundkommunion; zumindest dem Erzbischof assisitierte bei der Kommunionausteilung ein Diakon mit Patene. Zum Abschluß der hl. Messe wurde das heiligste Sakrament feierlich zu dem in der Sichtachse des Altars auf einem kleinen Marmoraltar aufgestellten Tabernakel getragen. Alles in allem: Massive Kontinuität mit der katholischen Tradition – und insoweit für viele der Anwensenden sicher eine ganz neuartige Erfahrung.

Wir hoffen, in den kommenden Tagen noch einige Bilder von der Zeremonie und der Kirche selbst bringen zu können.

Walter Kardinal Kasper

Kasper in Lambeth: Wenn Ihr so weitermacht, seid Ihr Protestanten!

31. 7. 2008

Nun, wörtlich hat der Kardinal das nicht gesagt, aber der Sinn seiner außerordentlich klaren und entschiedenen Rede vor der Zwei-Drittel-Versammlung der vom Zerfall bedrohten Anglican Communion war nicht zu verfehlen. Im theologischen Mittelpunkt seiner Ausführungen standen nicht nur für Anglikaner beherzigenswerte Ausführungen zum Bischofsamt, in denen der Kardinal das Prinzip der „Kollegialität“ in seiner synchronen und diachronen Dimension erläuterte: Nicht nur untereinander und mit dem Papst, sondern auch mit ihren frühesten Vorgängern müssen die Bischöfe die Einheit wahren.

Zitat:In unserem Dialog haben wir gemeinsam unterstrichen, daß die Entscheidungen einer Orts- oder Regionalkirche nicht nur die Gemeinschaft in ihrem gegenwärtigen Zusammenhang stärken müssen, sondern auch die Übereinstimmung mit der Kirche der Vergangenheit wahren muß, und ganz besonders mit der apostolischen Kirche, wie sie in der hl. Schrift, den frühen Konzilien und der Tradition der Väter bezeugt ist. (...)

Es ist für uns ganz besonders schmerzlich, die zunehmenden Spannungen in der Anglikanischen Gemeinschaft zu beobachten. In mehrfacher Beziehung stehen Bischöfe nicht mehr in Gemeinschaft mit anderen Bischöfen, in einigen Fällen stehen ganze Provinzen nicht mehr in der Gemeinschaft mit anderen. (...) Für uns sieht es so aus, daß die anglikanische Vorstellung, „von Bischöfen geführt und synodal geleitet“ zu werden, nicht immer dazu beigetragen hat, die Apostolizität des Glaubens zu erhalten. Synodale Leitung, die als eine Art demokratischer Prozess mißverstanden wird, hat mehrfach die bischöfliche Führung, (wie sie aus der Tradition begründet ist) konterkariert."

Für die ganze lange und höchst lesenswerte Rede verweisen wir auf die kommentierte Wiedergabe bei Fr. Zuhlsdorf

Titelbild von Maureens Blog

„Alt – böse, neu – gut“
zum Zweiten

31. 7. 2008

Maureen O'Brien von „Aliens in This World“ hat die „10 Lieblingswidersprüche der 68er Katholiken“ zusammengestellt - Nr. 10 geht so:

Zitat: Demonstrationen und Umzüge sind gut – Prozessionen zu Fronleichnam und zu Allerheiligen sind schlecht.

Die ganze Liste haben wir hier übersetzt.

Altarraum der Kirche kurz vor Abschluß der Arbeiten

Weihe der Wallfahrtskirche U.L.F. von Guadaloupe

30. 7. 2008

Der Bau dieses Wallfahrtszentrums bei LaCrosse, Wisconsin, wurde von Erzbischof Raimond Burke als Bischof von LaCrosse begonnen und auch während seiner Zeit als Erzbischof von St. Louis weiter unterstützt und vorangetrieben. Der Komplex umfasst neben der Kirche ein weitläufiges Pilgerzentrum mit Gnadenkapelle, Kreuzweg, Rosenkranzpfad und Dienstleistungseinrichtungen. Die in provokativer Absage an säkulare Zeitgeist-Architektur im Stil der italienischen Renaissance errichtete Kirche ist ein großartiges Beispiel für die von Bischof Burke und anderen orthodoxen Bischöfen in den USA unternommenen Anstrengungen zur Wiedergewinnung einer katholischen Identität.

Die Einweihungszeremonie wird morgen von EWTN live übertragen und (für uns) am Freitag wiederholt. Die Website der Wallfahrtsstätte bietet ausführliche Informationen zu den über eine ganze Woche verteilten Einweihungsfeierlichkeiten.

Hl. Rosa von Lima-Kirche

Vor dem Verkauf gerettet...

29. 7. 2008

...wurde die St. Rosa von Lima-Kirche in Quincy, Illinois durch die Entscheidung von Bischof George J. Lucas, die Kirche der eigens zu diesem Zweck gegründeten Latin Mass Society von Quincy zu übertragen, die dort tägliche Feiern der hl. Messe in der außerordentlichen Form des Lateinischen Ritus sicherstellen wird. Die Kirche wird gegenwärtig renoviert, ab November wird ein Priester der Petrusbruderschaft nach Quincy kommen, um die Seelsorge zu übernehmen.

Hier die Übersetzung des Berichts aus der Kirchenzeitung des Bistums Springfield mit einigen weiteren Einzelheiten.

„Ich bin, was ich bin...

27. 7. 2008

...und es ist, was es ist“ war die bemerkenswerte Antwort, die die neue „Pfarrdirektorin“ Sr. Joan Sobala auf die beunruhigte Frage gab, ob denn auch unter ihrem Regiment die traditionsorientierte Novus-Ordo-Liturgie im Pfarreiverbund von St. Anna in der Diözese Rochester erhalten bleiben werde. Die Beunruhigung war nicht grundlos: Schließlich gibt es im Pfarrverband drei festangestellte Priester, die als Pfarrer in Frage gekommen wären - und die ehrwürdige Schwester Joan ist landesweit bekannt als eine der engagiertesten Befürworterinnen der Frauenordination. Von daher erschien sie wohl Bischof Clark, der sich auch seinerseits mit Nachdruck für alle Zeitgeistthemen einsetzt, besonders geeignet, eine der letzten orthodoxen Pfarreien in seinem Machtbereich auf Linie zu bringen.

Inzwischen scheint die gute Frau Sobala in der Abarbeitung ihres Auftrages gut voran zu kommen: Der frühere Hinweis auf der Gemeinde-Website auf die dort gepflegte kirchenmusikalische Tradition ist verschwunden, der langjährige Chorleiter ist nicht mehr im Amt, und die Priester des "Pastoralteams" sehen sich auf ihre Rollen als „Sacramental Minister“ bzw. „Assisting Priests“ reduziert. Ein „Manager of Clothing Ministry“ wird noch gesucht. Jede Chance auf die Verwirklichung der vom Papst angestrebten „Reform der Reform“ wurde im Keime erstickt - von einer „Befruchtung“ durch die Praxis des alten Ritus ganz zu schweigen.

Bianca Jagger

England: Petition an die Bischöfe

25. 7. 2008

Wie der Catholic Herald gestern meldete, hat eine Gruppe bekannter Katholiken aus dem politischen und kulturellen Leben Großbritanniens an die Bischöfe des Landes appelliert, mehr Sonntagsmessen in der außerordentlichen Form des römischen Ritus stattfinden zu lassen. Zu den Unterzeichnern gehören neben Fr. Finigan von The Hermeneutic of continuity und anderen bekannten katholischen Persönlichkeiten wie Prinz Rupert zu Löwenstein und dem Verleger Sir Rocco Forte auch bislang als Katholiken weniger bekannte wie der Pianist Stephen Hough und Bianca Jagger, seit 1979 geschiedene frühere Frau von Mick Jagger, und seit einigen Jahren regelmäßige Besucherin der Gottesdienste im London Oratory.

Man wird unwillkürlich erinnert an eine Aktion englischer Intellektueller im Jahre 1971, die eine Petition an Papst Paul VI. schickte und um die Bewahrung des "Weltkulturerbes" tridentinische Messe bat. Damals hatte die Aktion bekanntlich zur Gewährung des in der Öffentlichkeit so bezeichneten "Agatha-Christie-Indultes" geführt, wonach in England und Wales unter eng begrenzten Bedingungen Messen nach dem Missale von 1965 erlaubt werden konnten.

Ivan Kardinal Diaz

Alzheimer und Parkinson

24. 7. 2008

Unsere Berichterstattung über Diözesen, in denen die Umsetzung von Summorum Pontificum und die vom Papst angestrebte Wiedergewinnung der katholischen Tadition mit schmutzigen Tricks behindert wird, droht sich zur Serie auszuweiten. Bevor wir in einigen Tagen die nächste Folge veröffentlichen können, hier ein Zitat aus der Rede von Ivan Cardinal Diaz, die er gestern vor der Lambeth-Konferenz der Anglikaner in London hielt. Es wäre nicht nur unhöflich, sondern auch sachlich unberechtigt, diese Aussage nur auf die Anglikaner zu beziehen:

Zitat: Man spricht heute viel von Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson. Ihre Symptome kann man, bildlich gesprochen, zeitweise auch in unseren christlichen Gemeinschaften wahrnehmen. Wenn wir beispielsweise ganz einäugig nur in der dahineilenden Gegenwart leben und das Erbe unserer Vergangenheit und die apostolische Tradition vergessen, leiden wir dann nicht unter spirituellem Alzheimer? Und wenn unser Verhalten von der rechten Ordnung abweicht und jeder ohne Abstimmung mit dem Haupt oder den anderen Gliedern der Gemeinschaft tut, was ihm beliebt - ist das nicht kirchlicher Parkinson?

Die ganze Rede gibt es bei TimesOnline.

Schlechte Nachrichten aus Liverpool

22. 7. 2008

Wie Damian Thompson von telegraph.co.uk heute meldet, wird es zu der vom Bischof von Liverpool geplanten Einrichtung einer Personalpfarrrei in St. Vincent nicht oder jedenfalls nicht so bald kommen. Der Bischof sah sich veranlaßt, den Pfarrangehörigen folgende Mitteilung zu machen:

Zitat: Am 15. Juli wurde der Vorschlag wie es das kanonische Recht vorsieht, dem Priesterrat der Diözese vorgetragen. Ich habe mich entschlossen, den von mir vorgeschlagenen Plan nicht weiter zu verfolgen. Ich danke für ihre Höflichkeit und ihr Verständnis, bitte, beten sie für mich."

Diese Bitte geben wir gerne weiter. Unseres Wissens ist ein Bischof zwar nicht an Entscheidungen des Priesterrates seiner Diözese gebunden - aber er muß natürlich mit dem Personal arbeiten, das er hat. Manchmal scheint es ziemlich miserabel zu sein.

Beim nächsten Ad-Limina bitte meiden

Alles nur Lug und Trug?

22. 7. 2008

Was ist eigentlich in Köln los? Gilt der dortige Erzbischof Kardinal Meisner nicht als dem Papst besonders nahestehend? Oder haben sich die Kölner Ordinariokraten längst von ihrem Bischof emanzipiert? Schon am 20. 6. mußten wir aus Köln berichten, daß man dort Gläubige, die die Einrichtung einer Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus „beantragen“, offenbar für geistig verwirrt hält. Zum Jahrestag des Motu Proprio ließ sich dann einer der Kölner Ordinariokraten – der „Liturgieexperte“ Dr. Alexander Saberschinsky – ganz entsprechend der von den deutschen Bischöfen ausgegebenen Parteilinie – im Domradio dahingehend vernehmen, der alte Ritus sei im Bistum eine Randerscheinung, gerade einmal in vier Gemeinden gebe es kleinere Gruppen, kein Grund zur Beunruhigung.

Und nun schickt uns also jemand die S. 79 des Protokolls der letzten Priesterratssitzung vom 6. - 8. 11. 2007 zu, in dem es heißt: „Die Initiative ‚Pro Sancta Ecclesia’ ermutigt in einem Schreiben Gläubige dazu, Anträge an ihren Pfarrer zu richten, um Angebote von Messfeiern in außerordentlichem Ritus zu ermöglichen. Der Erzbischof machte darauf aufmerksam, dass solche Anträge nur über den Bischof gestellt werden können und er sich diesem Thema bereits angenommen hat. An den nachfolgend genannten Orten werden Messfeiern im außerordentlichen Ritus angeboten: Alt St. Nikolaus, Bonn; St. Dionysius, Düsseldorf; Maria Hilf, Köln; St. Antonius, Wuppertal. Diese Orte bleiben in der Anzahl begrenzt, eine Ausweitung des Angebotes ist nicht vorgesehen. Gläubige, die den Wunsch haben, eine Messefeier im außerordentlichen Ritus zu besuchen, können auf diese Orte verwiesen werden.“

Das Interesse ist also nicht so niedrig, wie immer behauptet wird, sondern es wird mit administrativen Mitteln begrenzt. Und die Verantwortung dafür trägt der Erzbischof selbst - oder seine Ordinariokraten schieben sie ihm in die Schuhe.

Hl. Alphons v. Liguori

Neues von den Redemptoristen

21. 7. 2008

Am Ende wird es gut ausgehen, die Neuerrichtung der Gemeinschaft der Redemptoristen von Papa Stronsay ist auf gutem Wege - aber der Verlauf zeichnet ein beklemmendes Bild der kirchlichen Verhältnisse.

Nachdem die Patres der Vereinigung sich dem Papst unterstellt und ihre kirchenrechtliche Situation in Ordnung gebracht hatten, hat zunächst die Pius-Bruderschaft jede Zusammenarbeit mit Papa Stronsay eingestellt, auch den Vertrieb des dort herausgegebenen Informationsblattes "Catholic". Das bedeutet einen schweren Schlag gegen das wirtschaftliche Fundament des Blattes. Etwa gleichzeitig machte der aussterbende Redemptoristenorden deutlich, daß er bei seiner feindseligen Haltung gegenüber Papa Stronsay bleiben werde. Der Antrag von dort, mit einem Sonderstatut dem Orden beizutreten, wurde abgelehnt, die Gruppe müsse aufgelöst werden. In keinem Fall dürfe sie den Namen des Ordens weiterführen.

In dieser Situation hat die Gemeinschaft von Papa Stronsay sich so verhalten, wie es nach der Tradition der Kirche üblich ist: Sie gründet in Absprache und mit Zustimmung der zuständigen römischen Stellen einen „Reformzweig“ unter eigener Satzung und eigenem Namen. Die Gemeinschaft wird künftig „Filii Sanctissimi Redemptoris“ heißen und das Kürzel F.SS.R. führen. Für uns bleiben sie bis auf weiteres „Die Redemptoristen von Papa Stronsay“.

Staatsoper "Unter den Linden" Bild:Staatsballet

„Alt – böse, neu – gut“

20. 7. 2008

Die Berliner Staatsoper „Unter den Linden“ behält ihren historischen Zuschauersaal im preußischen Rokoko auch nach der anstehenden Renovierung. Der bereits von einer Jury preisgekrönte Entwurf, der die Totalentkernung des Bauwerks und den Neubau der Inneneinrichtung in computergeneriertem Zeitgeist-Design vorsah, wurde von der politischen Spitze der Stad kassiert. Die heiße öffentliche Auseinandersetzung der letzten Wochen, bei der die Befürworter einer Renovierung ohne Abriss sich sogar in Nazi-Nähe gerückt sahen, hatte schließlich der Erkenntnis zum Durchbruch verholfen, daß die Propagandisten der Brutalsanierung keine anderen Argumente hatten als die Schlichtparole „alt – böse, neu – gut“.

In Karlsruhe, wo die diözesanen Entscheidungsträger die „liturgische Umgestaltung“ der Stephanskirche im Sinne der Demolierungsästhetik auf die Tagesordnung gesetzt haben, steht dieser Erkenntnisprozess noch bevor. Wir überlegen, ob da etwas zu vergleichen ist. Und wir gestatten uns dabei ein paar gedankliche Ausflüge auf hier sonst nicht hin gehörendes Gebiet – die uns schließlich umso sicherer zu unserem Thema zurückführen sollen. – Hier geht es weiter.

Mundkommunion in Sydney

19. 7. 2008

Inn einer Erklärung für die Medien teilte der Sprecher des Weltjugendtages, P. Podesta, mit, daß die vom Papst in Italien geübte Praxis auch in Sydney Anwendung findet:

Zitat: Der Heilige Vater hat gebeten, dass alle, die von ihm selbst die Hl. Eucharistie erhalten werden, knien sollen. Außerdem wünscht der Hl. Vater, dass die Eucharistie mit dem Mund empfangen wird. Der Papst ist besorgt, was die Frage der Ehrfurcht betrifft. Der stehende Empfang der Hl. Eucharistie und die Handkommunion können zu mangelnder Ehrfurcht führen"

Diese Regelung gilt sowohl für die Messe in der Kathedrale als auch für die große Abschlussfeier unter freiem Himmel. Dort werden allerdings die weiteren Kommunionspender das heiligste Sakrament entsprechnd der in Australien bisher praktizierten Ausnahmeregelung austeilen.

In der Kathedrale von Sydney

Altarweihe in Sydney

19. 7. 2008

Die Papstmesse in Sydney war offensichtlich in weitgehender Übereinstimmung mit den liturgischen Ansichten des Papstes ausgerichtet. Von den Paramenten war schon die Rede - sie haben ihre Bewährungsprobe bestens bestanden. Die Lesungen wurden ganz gesungen, natürlich in Englisch. Ansonsten aber auch viel Latein (im Wortgottesdienst Vidi Aquam und Gloria), traditionelle und zeitgenössische Polyphonie. Sehr viel Gregorianik, teilweise mit dem im Bass gesungenen Ison, den man hauptsächlich aus dem Byzantinischen Choral kennt.

Geradezu schmerzhaft auffallend war der Kontrast zwischen der hohen Qualität der Musik im Allgemeinen und der Schreibtisch-Gregorianik z.B. der Fürbitten, die so unüberhörbar die Merkmale des längst vergangenen Zeitgeschmacks der 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts an sich trägt. Soweit die „Reform der Reform“ sich darauf beschränkt, das Vorgegebene würdig und im Sinne der Tradtion zu praktizieren, weitergehende Eingriffe jedoch zu vermeiden, war hier die Grenze dieses Ansatzes zu erfahren.

Eine sehr umfangreiche Bildersammlung (Vorsicht, lange Ladezeit) mit kurzen Kommentaren hat TNLM. Die Leserkommentare dort enthalten zwei interessante Aussagen: Der von australischer Seite gestellte Kommentar zur EWTN-Übertragung war wenig kompetent und sachlich, und während die zahlreich anwesenden Bischöfe beim Gesang des lateinischen Credo, intensiv ihre Texthefte nutzten, konnten die Seminaristen es auswendig.

Bei der Einfahrt in Sydney

Willkommen des Landes

18. 7. 2008

Manches wäre zu sagen zu dem nachgerade barock ausladenden Empfangsfest, mit dem Sydney den Papst zum Weltjugendtag begrüßte - von den Fontänen der Feuerlöschbote im Hafen bis zur fremdartigen Zeremonie des „Willkommen des Landes“, die die um ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit ringenden Überlebenden der Ureinwohner dem Papst entboten.

Wir meiden, was nicht zu unserem Thema gehört, und beschränken uns auf drei kurze Mitteilungen:

Inhaltlich am wichtigsten ist zweifellos der Hinweis auf die lange und höchst eindrucksvolle Rede, die der Papst zur Begrüßungszeremonie hielt, und die von den Medien nur unter dem Aspekt „der Papst ist für den Umweltschutz“ gewürdigt wurde. In Wirklichkeit handelt es sich ume fundamentale Katechese zur Schöpfungsordnung und zur Erlösung alles Geschaffenen in Christus - komplett nachzulesen auf der Website des Vatikan.

Nicht ohne Interesse ist der Umstand, daß die an Vorbildern aus der Rennaissance orientierten Gewänder für die Papstmesse in der Kathedrale von Sydney an diesem Samstag vom St.Bede-Studio im australischen Callghan gefertigt worden sind - dessen Eigentümer ist Michael Sternbeck, der allen Besuchern von The New Liturgical Movement als regelmäßiger Kommentator bekannt sein dürfte.

Zuletzt noch der Hinweis auf diese Sonderseite von EWTN mit den Zeitplänen zu den im Internet abrufbaren Fernsehübertragungen vom Papstbesuch in Australien.

Weiterer Hinweis vom 19. 7.: Fr. Zuhlsdorf hat eine ausführliche Kommentierung der Predigt des Papstes veröffentlicht, in der er nicht nur inhaltliche Aspekte verdeutlicht, sondern auch die Argumentationsweise des Papstes und die Mechanismen ihrer Überzeugungskraft erläutert.

St. Laurentius

Neuer Bischof - neue (alte) Messe

18. 7. 2008

Am 2. März dieses Jahres übernahm Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann sein Amt als 96. Bischof von Speyer, ab dem 6. Juli dieses Jahres wird im Bistum regelmäßig an allen Sonn- und Feiertagen eine Messe in der außerordentlichen Form des lateinischen Ritus gefeiert. Ort ist die zentral gelegene Laurentiuskirche in Dirmstein, Zelebrant ist Pfarrer Köller aus Lauterecken, der ab Herbst von drei weiteren Priestern aus der Diözesankurie (!) unterstützt wird.

Natürlich bedeutete das zeitliche Nacheinander noch nicht zwingend den kausalen Zusammenhang - aber auffällig ist er schon. Die Liste der Bischöfe von Speyer reicht in ununterbrochener Reihe zurück bis ins Jahr 614 - also ziemlich genau die Zeit, in der die Messe aller Zeiten die Gestalt annahm, die bis 1970 die bestimmende Form für die Römische Kirche war. Herzlichen Dank an alle, die es möglich gemacht haben, der ehrwürdigen Liturgie des hl. Gregor auch heute wieder einen festen Platz in der Diözese einzuräumen.

Die Dirmsteiner Laurentius-Kirche ist auch als Bau höchst bemerkenswert: Sie ist von Balthasar Neumann als „Doppelkirche“ gebaut worden, die zwei getrennte Kirchen für die katholische und die protestantische Gemeinde in einem Baukörper vereinigt.

Kardinal Pell bei der Vesper

Alter Ritus für die Jugend

17. 7. 2008

Auf dem letzten Weltjugendtag in Köln sahen sich die Anhänger der Liturgie des hl. Papstes Gregor noch einigermaßen an den Rand gedrängt. Sie mußten, wenn wir uns recht erinnern, in eine Düsseldorfer Kirche ausweichen, ins feindliche Ausland sozusagen.

In Sydney ist das dieses Jahr deutlich besser. Die dem überlieferten Ritus verbundene Jugendorganisation "Juventutem" hat ein umfangreiches Programm aufgestellt, und am gestrigen Mittwoch amtierte der Ortsbischof George Kardinal Pell als Offiziant einer in jedem Sinne gregorianischen und lateinischen Vesper. Bilder davon und einigen anderen "tridentinichen" Ereignissen in Sydney gibt es bei TNLM.

Dabei wäre es doch so einfach...

16. 7. 2008

Für die meisten Amtspersonen der Kirche, zumindest hier in Deutschland, ist das mit Summorum Pontificum eine schrecklich komplizierte Angelegenheit. Da werden Bedarfsermittlungsstudien angestellt und Bedenkenträgerzusammenkünfte organisiert, daß es eine wahre Pracht ist. Andererseits gibt es vor Ort aber immer wieder Leute, die einfach tun, was richtig ist - und siehe da, es ist überhaupt nicht so schwierig.

Letzte Beispiele aus Deutschland waren die Pfarrer von Untergiesing und Herzogenrath-Kohlscheid. Heute kommt aus den USA dazu - WDTPRS und das Internet machen es möglich - Pfarrer Allan McDonald von St. Joseph in Macon, Georgia. Das ist eine Kleinstadt wie aus dem Bilderbuch des amerikanischen Südens, und mit einem Pfarrer, der den Sinn der Reform der Reform so zu erklären weiß, daß das nicht nur seine Pfarrkinder verstehen, sondern vielleicht sogar deutsche Professoren der Liturgiewissenschaft. Hier unsere Übersetzung aus dem Juli-Pfarrbrief von St. Joseph, Macon, GA.

Zum Endspurt aufgerufen...

15. 7. 2008

...hat das der Liturgie im überlieferten Ritus verpflichtete Berliner Institut St. Philipp Neri. Es geht um die Finanzierung des St. Afra Stiftes (Wohngebäude und Kirche), das jetzt vom Institut übernommen wird. Die Finanzierung ist im Prinzip geregelt - aber jeder Betrag, der vor Abschluß des Darlehensvertrages zum Ende dieses Monats als Spende oder zinsloses Darlehen eingeht, verringert die Zinslast, die die Berliner sich für die nächsten Jahrzehnte aufbürden müssen. Auf der Website des Instituts heißt es:

Zitat: Viele Laien haben uns bisher im ganzen deutschen Sprachraum geholfen. Vielleicht kommen noch einige dazu. Vielleicht gibt es ja auch priesterliche Mitbrüder, die z.B. den Kauf des nächsten Autos um einige Monate verschieben können und statt dessen für den Kauf des St. Afra-Stiftes ein zinsloses Darlehen von € 1000 oder € 2000 geben. Darlehen in dieser Höhe werden in einem Betrag zurückgezahlt.

Dort gibt es auch weitere Informationen zum Leben des Instituts und zum Stand der Spendenaktion sowie die Kontaktdaten.

In der Kathedrale von Los Angeles

Husten und Würgen

15. 7. 2008

Das war bislang eher eine streng protestantische Reaktion auf Weihrauch: "protestant frankincense cough". Fr. Philipp OP teilt jetzt in einer Zuschrift an WDTPRS die ökumenische Version mit:

Zitat: Einer meiner priesterlichen Freunde ließ bei einer Vertretung in einer "progressiven" Gemeinde einen männlichen Altardiener in Talar und Rochet und mit einem klassischen Rauchfass als Thurifer amtieren. Die Gemeindemitglieder beklagten sich nachher heftig beim Pfarrer, daß der Weihrauch sie zum Husten gebracht hätte. Einige hätten sogar die Kirche verlassen müssen.

Ungefähr drei Wochen später war der gleiche Priester wieder in der Gemeinde, und diesmal ließ er eine der Messdienerinnen mit einer keramischen Räucherschale durchs Kirchenschiff tanzen - gleicher Weihrauch, gleiche Holzkohle. Die gleichen Gemeindemitglieder waren voll begeistert - es gab keine Beschwerden beim Pfarrer. Wie man sieht, waren sie nur gegen den Jungen im Talar allergisch."

Was diese Woche sonst noch geschah

12. 7. 2008

Allzu stürmisch war das Echo auf ein Jahr Summorum Pontificum bei den Organen der offiziellen Kirchenpublizistik gerade nicht – sie blieben im großen Ganzen bei der Parteilinie, nach der die „außerordentliche Form des römischen Ritus“ ein Randphänomen für Randgruppen darstellt, von dem man am besten möglichst wenig spricht.

Bei KNA-Chefredakteur Ring-Eifel müssen wir uns dafür entschuldigen, ihn in den Verdacht gebracht zu haben, Summorum-Pontificum im Sinne des Papstes zu interpretieren. Das will er nicht auf sich sitzen lassen. In einem von mehreren Publikationen aufgenommenen Artikel macht er überaus deutlich, daß die deutsche Kirche, so wie er sie sich vorstellt, mit solchen römischen Neuerungen nichts zu tun haben will.

Schon kurz vor dem Jahrestag hatten der unvermeidliche Bonner Liturgologe Albert Gerhards und „Medienbischof“ Fürst die Parteilinie bekräftigt, auch ansonsten war bestenfalls von „geringem Interesse“ und „ausreichendem Angebot die Rede“. Wir haben uns einige der dahingehenden Ausführungen genauer angeschaut. Sie bieten ein ziemlich schwaches Bild.

Sakrament und Zeichen

Ein Ritus - drei Formen

12. 7. 2008

Die ordentliche, die außerordentliche und die unordentliche Form des römischen Ritus unterscheidet Albert Richenhagen in einem Gespräch, das Die Tagespost zum Jahrestag von Summorum Pontificum mit dem Kirchenmusiker und Musikwissenschaftler geführt hat.

Zitat: Letzterer ist von keinem Konzil beschlossen und zeichnet sich durch zahlreiche Beliebigkeiten aus. Da werden zum Beispiel Passagen aus dem „Kleinen Prinzen“ von Antoine Saint-Exupéry vorgelesen oder irgendwelche, aus obskuren Quellen stammenden Messkanones benutzt. Da gibt es eine unheimliche Abenteuerlust bei den Priestern. Mich ärgert daran, dass diejenigen, die den außerordentlichen Ritus praktizieren wollen, in den hintersten Winkel verbannt werden, für diesen Unfug aber ist in vielen Kirchen Platz. Genau umgekehrt müsste es sein.

Lesen Sie die ganze aus der Perspektive des Kirchenmusikers geführte Auseinandersetzung mit dem alltäglichen Unwesen moderner Gottedienst"gestaltung" und über ihren Widerspruch zu den Bestimmungen des 2. Vatikan. Konzils bei der Tagespost.

„Die meisten deutschen Bischöfe widersetzen sich dem Papst“

10. 7. 2008

In ihrer Presseerklärung zum ersten Jahrestag der Veröffentlichung von Summorum Pontificum übt die Initiative Pro Sancta Ecclesia heftige Kritik an der Mehrheit der deutschen Bischöfe, die sich immer noch nicht bereitgefunden hat, das neue kirchliche Recht umzusetzen. Weiterhin teilt die Initiative mit, daß sie inzwischen über 50 unerledigt Gruppenanträge an die Kommission Ecclesia Dei weitergeleitet und um Erfüllung der Anliegen gebeten hat.

Hier der vollständige Text.

Heilige Messe aller Zeiten

Das Drama des Motu Proprio

9. 7. 2008

Als Vergegenwärtigung des Erlösungsopfers Christi ist die heilige Messe ein dramatisches Geschehen, sie bietet ein Schauspiel, in dem es um Leben und Tod geht - und das ganz real und höchst persönlich.

Alle Züge eines dramatischen Ringens hat vielerorts auch der Kampf um die Rückgewinnung der altüberlieferten Form dieses Geschehens, der mit Summorum Pontificum nur im Prinzip gewonnen ist. Amerikanische Blogs, die von einer in Deutschland unvorstellbaren Form der Beteiligung ihrerer Leser leben, haben jetzt im Umfeld des Jahrestages hunderte Berichte über dieses Ringen und seine Ergebnisse gebracht - sie ergeben ein eindrucksvolles Drama. Wir zeichnen einige Szenen der sehr irdischen Stationen dieses Dramas nach. Es treten auf:

  • Die Frau des Musikers
  • Der Konvertit
  • Ein Priester mit Erfahrungen
  • Der Ministrant
  • Ein irrlichternder Professor
  • Zwei frome Neupriester
  • Die Mutter des Familienvaters
  • Ein Priester mit gebrochenem Herzen
  • Der ehemalige Zen-Mönch
  • Der Seminarist

Es ist ein großes Drama, und unverkennbar ein Liebesdrama. Hier der erste Akt.

Bild zum Vergrößern anklicken

Rowan Williams v. Canterbury mit Walter Kardinal Kasper

Anglikaner geben ökumenische Perspektive auf – update

8. 7. 2008

Mit der unkonditionierten gestrigen Entscheidung zur Ernennung von Frauen als Bischöfen hat die Church of England jede ökumenische Perspektive aufgegeben: In Zukunft wird es nicht zweifelhaft sein, ob CoE-Amtsträger in der Apostolischen Sukzession stehen, sondern bei vielen wird man eindeutig wissen, daß sie es nicht sind.

Erwartungen, größere Teile der CoE könnten jetzt zu Rom zurückkehren und dort die traditionstreuen Kräfte verstärken, sind nur bedingt realistisch. Gerade bei den Anglikanern, die die traditionellen Formen hoch schätzen, verbindet sich oft ästhetischer Konservatismus mit theologischem Liberalismus. Die theologisch eindeutig an der Tradition orientierten Kräfte sind vielfach schon bei der Entscheidung der CoE zur Frauenordination „in den Tiber gestiegen“. Die weitere Entwicklung bei den sog. Anglo Catholics, die sich nun von zwei Seiten bedrängt sehen, ist extrem ungewiss.

Update 19:30: Wie Damian Thompson heute mitteilt, wollen zwei der „fliegenden Bischöfe“, die bisher schon diejenigen Anglikanischen Gemeinden betreuten, die die Frauenordination nicht anerkennen, sich mit einem großen Teil dieser Gemeinden als Gruppe dem Papst unterstellen. Die Priester dieser Gemeinden würden dann nach einer „Zusatzausbildung“ sub conditione geweiht, die Bischöfe könnten allerdings, da verheiratet, nicht erneut diese Weihestufe übertragen bekommen.

Im Unterschied zu den Gemeinden der „Traditional Anglican Communion“, die ebenfalls Gespräche mit Rom führen, verwenden diese Gemeinden der „fliegenden Bischöfe“ heute schon größtenteils das Missale Pauls VI.

Umsetzung von
Summorum Pontificum

7. 7. 2008

Pro Missa Tridentina, die „Laienvereinigung für den klassischen römsichen Ritus in der katholischen Kirche e.V“ veröffentlicht heute auf der Grundlage der von ihr erhobenen Zahlen eine Statistik und schreibt dazu:

„Nebenstehende Grafik zeigt, daß der Zuwachs in Deutschland am stärksten war: von 35 auf 119 hat sich die Anzahl der Meßorte mehr als verdreifacht. Trotz dieser beeindruckenden Entwicklung liegt das Ziel, daß in jeder größeren Stadt regelmäßig 'der göttlichen Majestät ein würdiger Kult' im Gregorianischen Ritus dargebracht wird, noch fern. Hauptgrund sind der Widerstand der deutschen Bischöfe und die Furcht traditionsoffener Diözesanpriester vor Nachteilen.“

Pfarrer Dr. Guido Rodheudt

„Es geht um eine Reform der liturgischen Landschaft“

7. 7. 2008

Gloria TV hat mit dem Pfarrer von Herzogenrath, Dr. Guido Rodheudt, ein Interview gemacht und ihn gefragt, welche Überlegungen ihn dazu geführt haben, in seiner Pfarrei regelmäßig die hl. Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus zu feiern, und welche Erfahrungen er dabei gemacht hat.

Zitat: Ich versuche mit dieser Zelebration des außerordentlichen Ritus ein ganz wichtiges und zentrales Anliegen der Theologie und des Pontifikats von Papst Benedikt XVI. zu fördern. Der Papst hat, wie Sie wissen, als Kardinal schon seit vielen Jahren eine Kritik an der liturgischen Praxis der nachkonziliaren Zeit geäußert. Er sieht die Schwierigkeiten nicht im marginalen Bereich, sonder in zentralen Verstellungen der Anliegen des Konzils...

Hier können Sie das ganze Interview sehen und hören.

Amerikanische Gemeinde:
Hauptgottesdienst am Sonntag künftig im alten Ritus

Der Altarraum von „Prince of Peace“

7. 7. 2008

Die Prince of Peace-Gemeinde in Taylors, USA, wird ab August ihren sonntäglichen Hauptgottesdienst um 11 Uhr als Missa Cantata in der außerordentlichen Form des römischen Ritus feiern, wie TNLM heute mitteilt. In der Pfarrei gibt es sonntags noch zwei weitere Gottesdienste in Englisch und einen in Spanisch.

Der Altarraum der 2003 nach den (damals) aktuellsten liturgischen Vorstellungen gebauten Kirche erscheint für die Feier der alten Messe nicht sonderlich geeignet. Wenn man jedoch auf der inhaltlich hoch interessanten Website der Gemeinde sieht, welche Probleme dort schon bewältigt worden sind, hat man keinen Zweifel, daß sie auch da eine tragfähige Lösung finden werden.

Ein Jahr Motu Proprio „Summorum Pontificum“

Die Messe des hl. Papstes Gregor

7. 7. 2008

Heute vor einem Jahr hat unser glücklich regierender Papst Benedikt XVI. das Motu Proprio Summorum Pontificum erlassen und damit die Liturgie des hl. Papstes Gregor wieder zur anerkannten und gleichberechtigten Form des römischen Ritus erklärt. Wir haben in den letzten Wochen mehrere grundsätzliche Texte veröffentlicht, die die Bedeutung dieses Schrittes aus verschiedenen Perspektiven beleuchten:

Das Fazit ist eindeutig: Das Motu Proprio hat nicht nur die rechtliche Stellung des überlieferten Ritus in einer Weise aufgewertet, die niemand zu hoffen gewagt hätte. Es hat auch in der kurzen Zeit eines Jahres die Realität des kirchlichen Lebens stärker beeinflußt, als selbst Optimisten sich das träumen ließen.

Wir danken dem Papst und allen, die ihn bei seinem großen Werk der Versöhnung der Kirche mit sich selbst unterstützen. Vor allem aber danken wir dem Herrn, in dessen Namen und Auftrag der hl. Vater sammelt, was verstreut zu werden droht.

Herr Jesus Christus,
gib Deinem Diener Benedikt Weisheit und Stärke,
Deine Kirche auf den rechten Weg zu führen –
und uns allen Gehorsam und Demut, seiner Weisung zu folgen.
Schenke ihm Gesundheit und noch viele Jahre
und den Mut, nicht vor den Wölfen zu fliehen.

„Papst Benedikt hat die liturgische Landschaft neu gestaltet“

7. 7. 2008

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Shawn Tribe, Gründer und Chefredakteur des Blogs The New Liturgical Movement, hat zum ersten Jahrestag von Summorum Pontificum eine umfassende Analyse der Veränderungen in der Kirche angestellt, die sich bereits in diesem einen Jahr abgezeichnet haben. Kernthese:

Zitat: Natürlich muß man sich beim Ausrufen von Zeitaltern vor Übertreibungen hüten, aber viel spricht dafür, daß das Motu Proprio Summorum Pontificum, das den Platz des usus antiquor (oder des Missale Romanum von 1962) im Leben der Kirche neu bestimmt hat, damit eine Situation geschaffen hat, die weitreichende Auswirkungen auf die gesamte liturgische Landschaft haben wird."

Wir übersetzen hier den Artikel von Tribe, der unter dem Datum vom 4. Juli in der britischen katholischen Wochenzeitung The Catholic Herald erschienen ist.

Robert Spaemann

„Rückkehr zur Normalität“

5. 7. 2008

Rechtzeitig zum ersten Jahrestag von Summorum Pontificum am kommenden Montag hat die Katholische Nachrichtenagentur KNA mit Robert Spaemann ein Interview zum „Umgang mit der alten Messe“ geführt. Kernsätze:

Zitat: Frage: Vor einem Jahr haben Sie von einer „Rückkehr zur Normalität“ gesprochen. Wie sollte diese Normalität im Idealfall aussehen?

Antwort:Die neue Form der Liturgie ist für viele Menschen inzwischen geistliche Heimat geworden und lässt sich nicht einfach wieder abschaffen. Deshalb ist das Problem nur lösbar durch zwei Formen des Ritus nebeneinander. Das wäre unter den gegebenen Voraussetzungen die Normalität. Die Weise, wie die Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil durchgeführt wurde, stellte einen Bruch mit der Normalität dar. Man hat eine ganz neue Liturgie aus Elementen verschiedener alter Liturgien geschaffen.

Aber zur katholischen Liturgie gehört unabdingbar die Kontinuität des Bewusstseins, im Einklang mit den zwei Jahrtausenden der Christenheit zu sein. Auch widerspricht die «neue Messe» in zentralen Punkten den Forderungen des Konzils. Die Forderung nach «lebendiger Teilhabe» der Gläubigen wird in der alten Messe genauso verwirklicht, wie das Konzil es verlangt(...).

So steht es wörtlich auf katholisch.de, wo Sie das ganze Interview nachlesen können. Auch das ein nicht gering zu schätzendes Anzeichen für Normalisierung.

Beginnt die „Reform der Reform“? - update

4. 7. 2008

Als Gerücht erreichte uns gestern Abend eine recht sensationell daherkommende Nachricht über angeblich bevorstehende Veränderungen in der Liturgie des Novus Ordo. Wir haben das als Gerücht weitergereicht und angekündigt, weitere Informationen einzuholen. Hier sind sie:

Die Meldung des Vaticanista Ignacio Ingrao vom italienischen Magazin Panorama hat folgenden Wortlaut:

Zitat: Der Ritus der Messe ändert sich möglicherweise. Wie verlautet, hat Papst Benedikt die Gottesdienstkongregation beauftragt, einige Veränderungen der Liturgie zu untersuchen. Insbesondere heißt es, daß der Papst die lateinische Fom der Konsekration auch für die Messe in der Umgangssprache wieder vorschreiben will. Das gleiche könnte für die sakramentalen Formeln der Taufe, Firmeung, Beichte und der anderen Sakramente erfolgen. Außerdem könnte der Friedensgruß, der gegenwärtig vor der Kommunionspendung ausgetauscht wird, (wie im ambrosianischen Ritus) vor das Offertorium verschoben werden, so daß die Andacht vor der Kommunion nicht gestört wird.

Diese Änderungen kämen zu den Änderungen in der Liturgie und bei den Paramenten, die der Papst zusammen mit seinem Zeremonienmeister Msgr Guido Marini in den letzten Monaten eingeführt hat:, um zu alten Traditionen zurückzukehren: Das Kruzifix steht wieder in der Mitte des Altars, Mundkommunion an kniende Empfänger, die Wiederkehr des päpstlichen Kreuzstabes (Ferula) von Pius IX., die Veränderung der Form des Palliums, die Wiederherstellung des päpstlichen Throns und die Feier der Messe mit dem Rücken zum Volk, wie im Januar in der sixtinischen Kapelle.

Hier ein erster Kommentar - wird fortgeschrieben.

Redemptoristen-Gründer Alphons v. Liguori

Die Nebel heben sich

3. 7. 2008

In einer Zuschrift an TNLM, Combox, teilt Pater Scott Bailey, C.Ss.R. (vom regulären Zweig der Redemptoristen) mit:

Zitat: Die Kirchenstrafen gegen alle Priester der Transalpinen Redemptoristen (einschließlich derer in Großbritannien und Neuseeland) wurden aufgehoben, so daß sie nun sämtlich in Gemeinschaft mit dem Heiligen Stuhl und in guter kanonischer Ordnung stehen. Die Laienbrüder und anderen Ordensmitglieder stehen ebenfalls in Gemeinschaft mit dem Heiligen Stuhl.

Die Gemeinschaft der Transalpinen Redemptoristen ist noch nicht kanonisch als Ordensgemeinschaft errichtet. Darin wird der nächste Schritt bestehen. Diese guten und frommen Leute bedürfen weiterhin noch sehr unseres Gebetes."

Dem Bildersturm entgangen:

3. 7. 2008

TNLM zeigt heute dieses Bild des Hochaltars von St. Vinzenz von Paul in Liverpool. Das ist die Kirche, die als Pfarrkirche für die künftige Personalpfarrei des Alten Ritus bestimmt ist. Die Gemeinde in einer vom demographischen Wandel – Flucht des Mittelstandes aus der Innenstadt, Einwanderung von Nicht-Christen – stark beeinträchtigten Lage hatte nie das Geld für eine vermeintlich zeitgemäße Renovierung ihrer Kirche.

Aus einem Video vom Hochamt in Notre Dame, Paris, hier abzurufen.

Wie sich die Zeiten ändern

3. 7. 2008

Wie gemeldet, hat EWTN am 1. 7. die im Ritus des hl. Gregor gefeierte Primiz eines der im Juni neugeweihten Priester der Petrusbruderschaft übertragen. Wir hatten keine Möglichkeit, die Sendung im Internet zu verfolgen und hofften, daß einer unserer üblichen Informationslieferanten Bilder des Ereignisses veröffentlichen würden. Fehlanzeige.

Ein Grund zur Beschwerde ist das sicher nicht: Ein Jahr nach Veröffentlichung von Summorum Pontificum sind Feiern der hl. Messe im überlieferten Ritus und Bilder davon für viele bereits so sehr zum Element des katholischen Alltags geworden, daß nicht mehr jedes Ereignis in der Form gewürdigt wird, die in den ersten Monaten üblich war. Bleibt zu hoffen, daß diese Entwicklung hin zur Selbstverständlichkeit sich auch in den Pfarreien fortsetzt.

Wie es heißt, baut EWTN derzeit ein Archiv auf, das die Aufnahmen beispielhafter Liturgien des alten Ritus über das Netz abrufbar macht. Wir werden den Zugang veröffentlichen, sobald wir näheres darüber erfahren. Bis dahin verweisen wir auf Youtube, wo man auf die Suche nach "tridentine high mass" inzwischen 90 Ergebnisse – der Spitzenreiter, wenn dieser Ausdruck gestattet ist, mit 375&nbsp000 Aufrufen in einem Jahr.

Nebelwerfer rundum

2. 7. 2008

Daß die Führung der Piusbruderschaft derzeit einigermaßen unklare Erklärungen über den Stand der Versöhnungsgespräche mit Rom an die Öffentlichkeit gibt, kann man ja noch nachvollziehen: Die Bruderschaft hat einen jeder Versöhnung abgeneigten Flügel, der sich in der schismatischen Situation recht wohl zu fühlen scheint. Da heißt es, langsam vorangehen und Raum für interne Diskussionen geben. In der Sache hingegen unterstützt heute Andrea Tornielli, Vatikan-Korrespondent von Il Giornale, was zuvor schon als Gerücht seitens Fr. Zuhlsdorf zu hören war:

Zitat: Ich habe aus sicherer Quelle erfahren, daß im Gegensatz zu bestimmten Veröffentlichungen die Antwort der Piusbruderschaft an Kardinal Castrillón tatsächlich keine Ablehnung war. Der Kardinal war damit zufrieden, hat prompt an Fellay geantwortet und das Schreiben der Bruderschaft an Benedikt XVI. weitergeleitet. Nach dem Ablauf des Termins zum Ende des Juni bitten die Lefebvristen um mehr Zeit, scheinen aber bereit zu sein, die 5 Punkte zu erfüllen."

Schwer nachvollziehbar ist es demgegenüber, daß auch katholische Stimmen Unklarheit bis zur Unwahrheit verbreiten, wenn sie – so z.B. die Katholische Nachrichtenagentur KNA gestern – behaupten: Traditionalisten weisen Vatikan zurück.

Im Zusammenhang mit der erfreulichen Rückkehr der Transalpinen Redemptoristen setzten die Nebelwerfer von KNA heute noch eines drauf, indem sie die Meldung verbreiteten, von einer Regularisierung der Redemptoristen könne keine Rede sein – es seien lediglich die Kirchenstrafen gegen „einige ihrer Kleriker“ aufgehoben worden. Das stimmt nach unseren Informationen sogar insoweit, als tatsächlich überhaupt nur drei Leitungsmitglieder von ca. 25 Mönchen der Gemeinschaft exkommuniziert worden waren – und die Strafen gegen diese drei wurden am 26. 6. aufgehoben, so daß alle Angehörigen des Ordens jetzt wieder in voller Gemeinschaft mit Rom stehen.

Der Orden selbst ist noch nicht gleichzeitig mit der Aufhebung der Exkommunikationen der drei Leitungsmitglieder kirchenrechtlich (neu) errichtet worden – das entspricht dem üblichen Verfahren und wurde von den Redemptoristen auch so mitgeteilt. Der Antrag auf Errichtung wird in Rom gestellt und kann nach Aufhebung der Exkommunikationen auf dem üblichen Wege bearbeitet werden.

Wer gute Nachrichten als schlechte darstellt, muß mit dem Verdacht leben, diese guten Nachrichten in wirklichkeit für schlechte Nachrichten zu halten – Freunde des Schismas scheint es nicht nur bei der SSPX zu geben.

Die Redemptoristen bei der Befestigung ihrer Nordseeinsel

„Andere sind dafür gestorben“ –
die Transalpinen Redemptoristen kehren zur Einheit mit dem Papst zurück

1. 7. 2008

Wie die bisher unter dem Dach der Piusbruderschaft angesiedelten Transalpinen Redemptoristen heute mitgeteilt haben, steht ihre Gemeinschaft seit Ende Juni wieder in voller Einheit mit der katholischen Kirche unter dem Papst. Aus der (hier das vollständige englische Original) Erklärung ihres Generalvikars Fr. Michael Mary:

Zitat: Am 26. erhielt ich die Nachricht, daß der heilige Stuhl unserer Bitte stattgegeben hat. Alle Strafmaßnahmen sind aufgehoben. Unsere Gemeinschaft erfreut sich nun der unbestreitbaren und versöhnten Einheit mit dem heiligen Stuhl, da unsere Priester ihre kanonische Stellung wieder reguliert haben.

Wir sind unserem heiligen Vater Papst Benedikt XVI. überaus dankbar, daß er im letzten Juli das Motu Proprio Summorum Pontificum herausgegeben hat, das uns in die unbestreitbare und versöhnte Gemeinschaft mit ihm zurückgerufen hat.

Nun sind wir wieder in der vollen Einheit! Das ist eine Perle von unschätzbaren Wert, ein Schatz, der im Acker versteckt liegt, eine Süße, die niemand kennen kann, der sie nicht so lange Jahre hindurch entbehrt hat. Ihr Wert ist in keiner irdischen Sprache auszudrücken, und deshalb hoffen wir, daß alle traditionellen Priester, die das noch nicht getan haben, dem Ruf von Papst Benedikt in die unbestreitbare und versöhnte Einheit mit ihm folgen werden. Glaubt uns, der Preis, den wir zahlen mußten, war gar nichts, auch all die zornigen Stimmen, die gegen uns erhoben wurden und uns verleumdeten, sind gar nichts, wenn man sie aufwiegt gegen die unbestreitbare Einheit mit dem Stellvertreter Christi. Andere sind dafür gestorben – was zählen da die Beschimpfungen. (...)"

Priesterweihe in Wigratzbad

Priesterweihe in Wigratzbad

1. 7. 2008

Am 28. Juni hat Kardinal Franc Rodé, Präfekt der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens, im Seminar St. Petrus in Wigratzbad vier Diakone der Petrusbruderschaft zum Priester geweiht. Das Seminar beherbergt derzeit beinahe 60 junge Männer aus Frankreich, Deutschland, Polen, Kolumbien, Kanada, Australien, Südtirol und Finnland. Inzwischen gibt es auf der internationalen Website der Bruderschaft erste sehr schöne Bilder.

In Sachen SSPX:
„Hinter den Kulissen sieht es besser aus, als es scheint“

1. 7. 2008, vormittags Update

Unter dieser optimistischen Überschrift berichtet Fr. Zuhlsdorf von WDTPRS heute über eine Nachricht von einem römischen Freund, die wir hier einfach weiterreichen:

Zitat: Aus einer Quelle, die über Informationen aus erster Hand verfügt, habe ich gehört, daß Cardinal Castrillon mit der Antwort von Bischof Fellay zufrieden ist und er ihm einen kurzen Antwortbrief geschickt hat. Ich habe auch gehört, daß der Kardinal den Brief an Seine Heiligkeit weitergeben will. Damit sieht es also hinter den Kulissen wesentlich freundlicher aus, als es uns die Presse oder auch einige der Bischöfe der Piusbruderschaft glauben machen wollen."

Lassen Sie uns zählen: "Information aus erster Hand" – ungenannte Quelle – Freund in Rom – Fr. Zuhlsdorf – das sind jetzt schon vier Hände, mit summorum-pontificum.de soagar fünf. Also nicht wirklich das, was man eine "belastbare Information" nennen würde. Hoffen wir einfach einmal, daß es sich so verhält, und warten wir weiter geduldig auf "harte" Nachrichten.

1. 7., update nachmittags:

Eine wirklich „harte“ Nachricht ist das noch nicht, aber wie rorate-caeli unter Berufung auf AFP mitteilt, hat Bischof Fellay in seinem Schreiben an Kardinal Castrillón die Aufhebung der Exkommunikation in einer Weise erbeten, die nicht als fordernde Vorbedingung für Verhandlungen gelesen werden muß. Wenn sich das bestätigt, würde das bedeuten, daß die erste Runde des Ringens um die Rückkehr erfolgreich abgeschlossen ist: Wiederzulassung der alten Liturgie durch „Rom“ und Abstellung der Polemik sowie Bitte um Aufhebung der Exkommunikation durch die SSPX

Die zweite Runde könnte dann durch die tatsächliche Aufhebung oder Nichtigkeitserklärung der Exkommunikation eingeleitet werden.

2. 7., update vormittags:

Eine am 1. 7. veröffentlichte Presseerklärung der SSPX bringt in der Sache nichts Neues, demonstriert jedoch – in gewohnter Weise, möchte man hinzufügen – einen eher unfreundlichen Tonfall.