Motu Proprio: Summorum Pontificum


Zusatzinfo

Mehr über die „tridentinische Messe“ in Deutschland:


Neu auf dieser Website:

Mißverständnisse und Fehldarstellungen - diesmal aus den Ordinariaten

Neue alte Bücher: Liturgische Führer durch das Kirchenjahr

Ist die alte Messe judenfeindlich? Zum Antisemitismusvorwurf

Buchtipps: Hl. Messe nach dem älteren Gebrauch für Anfänger.

Archiv: Januar 2008

Aktuelles:

Weihbischof Elliot, Bistum Melbourne, am 31. Oktober

Diözesanbischöfe feiern die „Alte Messe“

30. 1. 2008

Es gibt viel Grund zur Kritik an Bischöfen und Diözesanverwaltungen, die dem Papst bei der Wiederzulassung der alten Form des römischen Ritus die Gefolgschaft verweigern. Dabei sollte man allerdings nicht übersehen, daß es auch Bischöfe gibt, die sich persönlich für die Umsetzung von Summorum Pontificum engagieren. Wir haben uns einen ersten Überblick verschafft, danach gab es nach dem 14. September eine beträchtliche Zahl vom pontifikalen Auftritten – größtenteils feierliche Pontifikalämter – im usus antiquior. Nach Ländern:

  • USA: 5
  • Australien: 4
  • Frankreich und Italien: je 2
  • England, Irland, Kanada und Chile: je 1

Hier Einzelheiten und Quellennachweise

Kardinal Castrillón Hojos fordert Gegner des Motu Proprio zur Einhaltung des Rechtes auf

28. 1. 2008

Mit einer trickreichen Argumentation hatte die Führung der französischen Pfadfinderschaft "Guides et Scouts d'Europe" - sie ist kirchlich und gesellschaftlich weitaus stärker als ihr deutsches Gegenstück - versucht, Summorum Pontificum als für ihren Bereich nicht anwendbar zu erklären. Von „Treue zum Konzil“ und „pädagogischen Erwägungen“ war da die Rede. Daraufhin wandten sich 68 Priester an Rom, um diese Rechtsansicht überprüfen zu lassen.

Kardinal Hojos als Vorsitzender der für die Durchführung von Summorum Pontificum zuständigen Kommission „Ecclesia Dei“ hat die Organisation jetzt aufgefordert, den Vorgaben des MP Folge zu leisten. Es steht Einzelorganisationen der Kirche nicht zu, irgendwelche Einschränkungen an der allgemeinen Gesetzgebung zu verfügen.

Ausführlicher dazu auf französisch Liberté Politique und auf englisch TNLM.

Geringe Nachfrage?

26. 1. 2008

Wann immer die Rede auf die ältere Form des römischen Ritus kommt, wiederholen die deutsche Bischofskonferenz und die von ihr abhängigen Einrichtungen gebetsmühlenartig die Formel von der „geringen Nachfrage“, die durch die bisher huldvoll bereitgestellten Möglichkeiten voll befriedigt werde. So zuletzt der Leiter des Deutschen Liturgischen Instituts in Trier, Eberhard Amon.

Eine Untersuchung von Pro Missa Tridentina macht dieser von einem sagen wir mal „kreativen“ Umgang mit der Wahrheit geprägten Behauptung ein Ende.

Papst Benedikt:
Conversus ad Dominum III

24. 1. 2008

In seiner Ansprache zur Mittwochs-Audienz am 23. 1. zog Papst Benedikt im Zusammenhang mit seinen Ausführungen zur Einheit der Christen auch eine Parallele zur Zelebrationsrichtung bei der Hl. Messe. Er sagte:

Zitat: Beten - das heißt, daß wir unsere Herzen öffnen und in uns eine Gesinnung hervorbringen, die den Weg zu Christus erschließt. In der Liturgie der alten Kirche rief der Bischof oder der Hauptzelebrant nach der Predigt aus „Conversi ad Dominum“ - „Wendet euch zum Herrn“. Daraufhin erheben sich er selbst und alle Anwesenden und wenden sich nach Osten - sie alle wollen in die Richtung Christi schauen. Nur wenn wir uns umgewandt, uns bekehrt haben, nur in dieser Wendung hin zu Christus und im gemeinsamen Blick auf Christus können wir das Geschenk der Einheit finden.

Alcuin Reid bei einem Vortrag

„Gemeinsam dem Herrn zugewandt“

22. 1. 2008

Die Papstmesse in der Sixtinischen Kapelle am 7. Januar, bei der der Papst sich gemeinsam mit den Gläubigen dem liturgischen Osten zuwandte, hat zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. Amüsant, aber nicht weiter bemerkenswert, waren die Stimmen, die dem Papst vorwarfen, damit von der Tradition abzurücken: Liebe Leute, die Tradition der Kirche reicht weiter zurück als zwei oder drei Jahrzehnte.

Sehr bemerkenswert sind dagegen die Überlegungen des britischen Liturgiewissenschaftlers Alcuin Reid, der das vom Papst in der Sixtina gegebene Signal in den größeren Rahmen der Bemühungen des Papstes um eine wirkliche Reform der Liturgie einordnet. Reid gehört mit Uwe Michael Lang zu der höchst überschaubaren Zahl von Liturgiewissenschaftlern, deren Werke durch Vorworte des damaligen Kardinals Joseph Ratzinger ausgezeichnet worden sind. Wir haben seine Ausführungen im Catholic Herald übersetzt.

P. Moosmann bei der Messe in Selters

„Alte Messe“ in Selters

20. 1. 2008

In der Kirche St. Bonifatius in Selters im Westerwald fand am Mittwoch, den 16. Januar erstmals seit Jahren wieder eine reguläre hl. Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus statt. Es kamen etwa 80 Teilnehmer - ziemlich viel für eine ländliche Gemeinde. Wir übernehmen Text und Bild aus der Westerwälder Zeitung.

Wird die Karfreitagsliturgie geändert?

19. 1. 2008

Eine kurze Meldung in der italienischen Tageszeitung Il Giornale von gestern hat bei traditionsorientierten Katholiken erhebliche Unruhe ausgelöst: Schon in den nächsten Tage - so berichtete der Vaticanista Andrea Tornielli - sei mit einer Verfügung des Papstes zu rechnen, um den hauptsächlich von jüdischer Seite kritisierten Wortlaut der Karfreitagsfürbitte für die Bekehrung der Juden im Missale von 1962 zu ändern. Eine amtliche Bestätigung dafür gibt es nicht.

Wir haben ein wenig über die Angelegenheit nachgedacht - als Gerücht wie in der Sache selbst. Hier das Ergebnis.

Woher kommen die Widerstände gegen die „Alte Messe“?

17. 1. 2008

Freunden des alten Ritus geht bei Bildern wie diesem das Herz auf: Hier scheint die irdische Liturgie der Kirche unmittelbar in die Liturgie des ewigen Jerusalem überzugehen. Daß irgend jemand das nicht so sehen könnte, ist da schwer verständlich.

Die bekannte amerikanische Autorin und Bloggerin Amy Welborn hat die Besucher ihres Blogs "Charlotte Was Both", die eben nicht nur aus traditionsfreundlichen Katholiken besteht, gebeten, ihre Empfindungen angesichts dieses Bildes zu beschreiben. Innerhalb von 36 Stunden gab es über hundert weitestgehend sachliche und aufschlußreiche Antworten. Lesenswert, aber lang. Einer ihrer Leser, Father Rob Johansen, hat sich die Mühe gemacht, einige besonders oft wiederkehrende Elemente in den Wortmeldungenen derer, die an dem Bild Anstoß nahmen, herauzupräparieren und auf ihren Hintergrund zu untersuchen. Wir haben seine überaus aufschlußreichen Ergebnisse übersetzt.

Wie ein Gemeindebrief die „alte Messe“ sieht:
Ein Fall von Ökumene

16. 1. 2008

Aus dem Gemeindebrief 2008/1 der Berliner Pfarrei Herz Jesu:

Zitat: Auf Bitte unseres Erzbischofs Georg Kardinal Sterzinsky gewähren wir ab dem 1. Advent 2007 zunächst für ein Jahr der übergemeindlichen, ungefähr 20-25 Personen zählenden Gottesdienstgruppe für die außerordentliche Form des römischen Ritus (das heißt die tridentinische Messe nach dem Messbuch von 1962) im Erzbistum Berlin Gastfreundschaft in St. Adalbert. Dieser Wechsel von der Kapelle bei den Karmeliterinnen in der Pappelallee ist aus praktischen Gründen notwendig geworden. Es handelt sich um keinen gemeindlichen Gottesdienst; die Gruppe hat lediglich einen Gaststatus. Der Gottesdienst wird sonntags um 11 Uhr stattfinden, insofern kein gemeindeeigner Gottesdienst wie z.B. an Fronleichnam stattfindet

Zitat:St. Adalbert hat mit dem Ökumenischen Zentrum Net for God als spezielle Berufung das Gebet und die Arbeit für die Einheit der Christen. Wenn wir der Bitte des Kardinals nachkommen, dann geschieht das genau aus der Absicht heraus, Brücken zwischen unterschiedlichen Traditionen und Formen des christlichen Glaubens zu schaffen und diese Brücken auch innerhalb der katholischen Kirche zu schaffen. Wer Einheit will, muß bereit sein, den Bogen weit zu spannen; so ist St. Adalbert ein Ort, wo mit Genehmigung des Kardinals zu bestimmten Momenten das evangelische Abendmahl gefeiert wird und jetzt auch regelmäßig die Messe in der außerordentlichen Form. Möge der Herr Vertrauen und Einheit in IHM schenken.

Tumba beim Requiem für den Kardinal

Requiem für Alfons Kardinal Stickler

15. 1. 2008

Am 14. 1. feierten Mitglieder der Petrusbruderschaft St. Petrus in Wien ein feierliches Requiem für den im Dezember gestorbenen österreichischen Kurienkardinal Alfons Kardinal Stickler. Sehen Sie hier einen Bericht von Gloria-TV.

Deutsche Bistümer widersetzen sich weiter dem Papst

15. 1. 2008

Die IK-Nachrichten der Initiative katholischer Laien und Priester „Pro Sancta Ecclesia“ berichten in ihrer ersten Ausgabe des neuen Jahres über weitere Versuche deutscher Bistümer, die Umsetzung von Summorum Pontificum durch willkürliche Entscheidungen zu vereiteln.

In Mönchengladbach (Bistum Aachen) wurde den Antragstellern mitgeteilt, es gebe keinen zur Feier der alten Liturgie geeigneten Priester. Die Anregung, Priester aus Ecclesia-Dei-Gemeinschaften einzusetzen, wurde abgelehnt. In Hildesheim verwies das Generalvikariat die Antragsteller auf die Messe im „verkehrsmäßig günstig zu erreichenden“ Hannover - immerhin 70 km Fahrstrecke. In Paderborn behauptet der Generalvikar „Die dauerhafte Existenz einer Gruppe geht also der Einrichtung einer Messfeier voraus. Da uns derzeit keine weiteren Anträge ... für die Stadt Paderborn vorliegen, ist die oben genannte Bedingung ... nicht erfüllt. Ihrem Antrag kann daher nicht entsprochen werden.“

Das Motu Proprio kennt eine solche Bedingung nicht. Es bestimmt dagegen in Art. 7 als bindendes Recht der Kirche: „Wo irgendeine Gruppe von Laien durch den Pfarrer nicht erhalten sollte, worum sie nach Art. 5 § 1 bittet, hat sie den Diözesanbischof davon in Kenntnis zu setzen. Der Bischof wird nachdrücklich ersucht, ihrem Wunsch zu entsprechen.“

Francis Card. Arinze

Kardinal Arinze:
Latein ist und bleibt die Sprache der Kirche

15. 1. 2008

Die Nachrichtenagentur Zenit veröffentlichte vom 11. bis 14. Januar in drei Teilen die Grundsatzrede von Francis Kardinal Arinze, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst, vor der „Gateway“-Liturgiekonferenz in St. Louis am 11. November 2006. Die Jahreszahl ist kein Irtum: Es dauerte tatsächlich über ein Jahr, bevor dieser bedeutende Text in der nachrichtenarmen Zeit bei Zenit veröffentlicht wurde

Der Kardinal sprach über die historischen und sachlichen Gründe für eine einheitliche Liturgiesprache und deren fortdauernde Gültigkeit, über die Schätze der lateinischen Kirchenmusik und das Bestehen des 2. Vatikanums auf dieser Sprache sowie über die Anforderungen an Übersetzungen.

Ein Leser macht uns darauf aufmerksam, daß die Agentur der Glaubenskongregation den Text bereits zeitnah (Dezember 2006) und in deutscher Sprache veröffentlicht hatte - wir können uns also den Umweg über das Englische sparen.

Papst Benedikt:
Conversus ad Dominum II

13. 1. 2008

Messe zum Fest der Taufe Christi am 7. Januar 2007 unter der liturgischen Leitung von Erzbischof Piero Marini.Foto: Felici

Messe zum Fest der Taufe Christi am 13. Januar 2008 unter liturgischer Leitung von Msgn. Guido Marini.Foto: CTV

Messe zum Fest der Taufe Christi am 13. Januar 2008 unter liturgischer Leitung von Msgn. Guido Marini.Foto: CTV

Papst Benedikt feierte die Messe in der Sixtinischen Kapelle nach dem Missale von 1970 und in italienischer Sprache - schließlich waren hauptsächliche römische Familien anwesend, deren Kinder anschließend vom Papst getauft wurden. In einer Erklärung des von Guido Marini geleitete Amtes für die liturgischen Feiern des Papstes hieß es u. a.: „Die Entscheidung für die Zelebration am alten Altar wurde getroffen, um die Schönheit und Harmonie dieses architektonischen Juwels nicht zu beschädigen und seine Struktur so für die Feier zu nutzen, wie das in der liturgischen Gesetzgebung vorgesehen ist.“

Der Altar der Sixtina

Papst Benedikt:
Conversus ad Dominum

13. 1. 2008

Wie jedes Jahr, wird der Papst heute, am Fest der Taufe des Herrn im Jordan, die hl. Messe in der Sixtinischen Kapelle feiern und anschließend einige Taufen vornehmen.

Anders als in den letzten Jahrzehnten soll diesmal jedoch kein behelfsmäßiger Altartisch vor dem eigentlichen Altar der Kapelle aufgeschlagen werden, um dem Papst die Zelebration „ad populum“ zu ermöglichen. Statt dessen wird der Papst den eigentlichen Altar benutzen und während der Opfermesse gemeinsam mit den Mitfeiernden die Richtung zum auferstehenden und wiederkehrenden Herrn hin einnehmen.

Damit würde der Papst zumindest an diesem Ort zu der Ordnung zurückkehren, die auch nach der Institutio Generalis Missalis Romani von 1970 bzw. 2002 (S. dort Nr. 146, Nr. 154, Nr. 157 und 158) als die allgemeinere Regel zu gelten hat.

Da die Peterskirche wie viele römische Kirchen aus historischen Gründen gewestet ist und dort seit undenklichen Zeiten "ad orientem" gleichbedeutend mit "ad populum" ist, wird sich dort an der gewohnten Praxis nichts ändern.

Am 6. 1. 2008 im Mailänder Dom

Tempeltanz im Mailänder Dom

12. 1. 2008

Der Dreikönigstag wurde dieses Jahr in Mailand zum Anlass, den Festgottesdienst als multikulturelle Show mit Indianern, Tempeltänzerinnen und anderen unterhaltsamen Einlagen zu „gestalten“. Mehr dazu mit weiteren Bildern bringt The New Liturgical Movement.

Nur eines bleibt in Mailand weiterhin strikt untersagt: Die Feier der hl. Messe im altehrwürdigen Ambrosianischen Ritus, der durch die Reformen von 1970 fast völlig romanisiert worden ist. „Summorum Pontificum“, so ließ Cardinal Tettamenzi seine Diözesanen mehrfach wissen, sei für Mailand und die ambrosianische Tradition „nicht anwendbar“. Basta.

Bischof Schneider empfiehlt Mundkommunion

10. 1. 2008

Der Osservatore Romano hat am 8. 1. eine „Liturgische Anmerkung“ des Bischofs von Karaganda, Athanasius Schneider, veröffentlicht, in der dieser eine Rückkehr zur Praxis der Mundkommunion empfiehlt und begründet. Im Rahmen der vom Papst in Verbindung mit Summorum Pontificum angestrebten „Reform der Reform“ gewinnen solche Überlegungen derzeit immer mehr an Raum.

Cindy Wooden von CNS hat den Artikel bereits gelesen und kommentiert - wir haben ihren Bericht übersetzt.

Die Adelhauser Kirche in Freiburg

Großes Interesse in Freiburg

7. 1. 2008

Aus Freiburg im Breisgau erreicht uns dieser Kurzbericht, den wir gerne weitergeben:

Am Dreikönigstag fand in Freiburg die erste „alte Messe“ nach dem Motu Proprio statt.

Noch am Freitag war in der Lokalzeitung ein unfreundlicherer Artikel zur Tridentinischen Messe erschienen. Nur neun Personen hatten beim erzbischöflichen Ordinariat die alte Messe beantragt und so glaubte man bei der Zeitung und wohl auch bei einem zitierten Geistlichen: "Es sind herzlich wenig Menschen, die danach fragen, aber wenn es der Wunsch des Papstes ist, kommen wir diesem Wunsch auch nach."

Es sollte anders kommen. Die Adelhauser Kirche, eine ehemalige dominikanische Klosterkirche, war brechend voll und mancher Gläubige musste sich mit einem Stehplatz begnügen. Wegen des unerwartet großen Andrangs gingen sogar die Hostien aus, so dass Priester zum Tabernakel gehen und weitere holen musste. Der Zelebrant, ein engagierter Pensionär hielt eine großartige Predigt und unter den hunderten Gläubigen gab es schon oder noch einige, die die Gregorianischen Choräle singen konnten.

Nach der Messe standen die Gläubigen in Gruppen auf dem Klosterplatz und unterhielten sich. Kaum jemand hatte geglaubt, dass wir so viele sind. Auch der Südwestrundfunk war mit einem Reporter vor Ort und fand kompetente Ansprechpartner

Bischof Larry Silva von Honolulu

Mindestens eine alte Messe pro Insel!

4. 1. 2008

Dem Hawaii Catholic Herald entnehmen wir - durch freundliche Vermittlung von Father Zuhlsdorf - das Folgende:

Zitat: Bischof Larry Silva und sein Generalvikar Mark Alexander sind unter der Handvoll Hawaiianischer Geistlicher, die gegenwärtig die Feier der „Tridentinischen Messe“ erlernen - also jener Form der Lateinischen Liturgie, die dem 2. Vatikanischen Konzil vorausging.

Nach Auskunft von Pfarrer Christopher Keahi von Sacred Hearts - er ist der Leiter des vom Diözesanbüro für Gottesdienst veranstalteten Kurses- hat die erste Unterrichtseinheit am 29. November am Diözesanzentrum St. Stephanus stattgefunden. Wie uns Pfarrer Keahi weiter mitteilte, möchte der Bischof, daß mindestens ein Geistlicher auf jeder Insel in der Lage ist, die ältere Liturgie zu feiern. Die Teilnehmer erhielten ein Lehrbuch und ein kleines lateinisch-englisches Missale und sahen eine Video-Vorführung. [...]

Gegenwärtig wird die Lateinische Messe nur einmal wöchentlich von Marianistenpater Francis Nakagawa an der Pfarrkirche zum Heiligen Sakrament in Honolulu gefeiert. In eingeschränktem Rahmen hatten entsprechende Feiern in Hawai bereits seit einer Genehmigung durch den damaligen Bischof Joseph Ferrario vor 15 Jahren stattgefunden. Pfarrer Keahi, der 1965 geweiht wurde, sagte, daß die Tridentinische Messe die erste Form war, die er erlernt hatte. Nach mehr als 40 Jahren brauche er aber auch selbst eine kleine Auffrischung. Er geht davon aus, daß sein Kurs nach einigen weiteren Übungsstunden in wenigen Monaten in der Lage sein wird, die alte Messe zu feiern.

Summorum Pontificum - der Höhepunkt des Jahres 2007

2. 1. 2008

Zunächst wünschen wir Ihnen alles Gute für das neu begonnene Kalenderjahr. Und als kleine Ermutigung für alle, denen es viel zu langsam geht mit der Rückbesinnung der Kirche auf ihre Wurzeln, hier ein Kommentar von Damian Thompson, in dem er begründet, warum der 7. 7. 2007 in die Kirchengeschichte eingehen wird.